Kitchen Stories (Event & Exhibition)
mit Beiträgen von
Yuki Jungesblut, Sharon Paz, Jeremiah Day, Daniel Schaal , Susanne Britz , Mirja Busch, Thilo Droste, Dana Engfer , Yoko Jungesblut , Guy Königstein, Christine Kriegerowski, Alisa Margolis, Bjørn Melhus, Jenny Michel, Ayumi Rahn , Caspar Stracke, Frederic Vidal
Idee
In der Küche passiert so einiges: Essen wird zubereitet, mitunter verspeist; Zutaten werden transformiert, Experimente gewagt. In der Küche war früher das lebenswichtige Feuer. In der Küche kommt man zusammen. Wenn es sich um eine typische Großstadtwohnung der Gegenwart handelt, ist es der Ort der Stunde – Partygäste tummeln sich. Diskussionen steigen.
Das Turtlelab ist ein Atelier, in dem auch Ausstellungen gezeigt werden, in atelierspezifischer Weise, d.h. es ist kein White Cube, die Räume bleiben Gebrauchsräume, die Arbeiten werden temporär und spielerisch in Beziehung gesetzt, zueinander, zu ihrer Umgebung, doch in der Wahrnehmung muss von Blessuren in den Wänden abgesehen werden, von der improvisierten Beleuchtungssituation. Die Präsentation ist einem Überlegen, Zusammendenken, Austausch verpflichtet, weniger dem Sakralen oder gar dem Perfekten. Man kann über die Arbeiten reden. Wenn man etwas wissen möchte, kann und darf man fragen oder seine Beobachtung teilen. Man darf sich kennenlernen, man soll ins Gespräch treten.
Kunst nährt die Seele, Begnungen auch.
Unsere Veranstaltung (Party), also das metaphorische Kochen und Transformieren samt Austausch, war ein schönes Ereignis. Um dem informellen und dem persönlichen Charakter dieser Veranstaltung Raum zu lassen, haben wir auf eine Fotodokumentation verzichtet. Die mitgebrachten Ausstellungsbeiträge, die während der Veranstaltung über Küche, Flur und die verschiedenen Ateliers verteilt waren, sollen hier jedoch nochmal kurz vorgestellt werden. Manche Arbeiten waren direkt angefragt, manche wurden speziell angefertigt für die Kitchen Stories. Bei manchen muss man etwas großzügiger um zwei Ecken denken, um den Bezug herzustellen. Ganz so wie bei einem Potluckdinner, alle bringen mit, worauf sie jeweils Lust haben. Die geteilte Zeit ist das, was am Ende verbindet. Den Zauber bringen die Gäste.
Beiträge & Eindrücke
Mirja Busch: Theorie Destillate
In einem aufwendigen Prozess wurde aus Kunsttheorie- und Philosophiebüchern die „Essenz“ mittels einer Destillieranlage extrahiert und in Flaschen abgefüllt. Das Etikett entspricht der Titelseite des jeweiligen Buches und enthält Angaben zur destillierten Edition (Autor, Titel, Verlag und Jahr) sowie zum Destillationsprozess (Produkt, Datum und Alkoholgehalt).
















































